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Partnerunternehmen Framafer

Werkserweiterung in Frankreich

Framafer rüstet auf. Mit den lokalen Herausforderungen der Zeit zu gehen, hat Tradition bei der französischen Partnerfirma. So konnte das Werk in der jüngeren Vergangenheit nicht nur um ein Schulungszentrum und eine Einstellhalle erweitert werden, sondern wartet seit 2019 auch mit einer hochmodernen Lackierhalle auf.

Gérard Lintz
Generaldirektor von Framafer, ist mittlerweile seit 43 Jahren im Unternehmen aktiv.

Framafer bietet schon immer angepasste Lösungen für regionale Herausforderungen: Neben Wartung, Revision, Überholung sowie Entwicklung und Neubau von speziell für den französischen Markt angepassten Maschinen ist es heute vor allem der Servicegedanke, der bei Framafer mehr und mehr im Vordergrund steht.

Heute verfügt Framafer über ein Werk, in dem fast alle anfallenden Aufgaben erledigt werden können, die von den Kunden an das Unternehmen herangetragen werden. Voraussetzung dafür sind Know-how und die entsprechende Ausstattung. Das Unternehmen mit Sitz in Béning-lès-Saint-Avold verfügt über beides – und das nicht zuletzt durch die Erweiterung des Werks, auf dem neuesten Stand.

Werkserweiterung und Neubau

Profitieren werden Framafer-Kunden von der neuen, weitläufigen, schallisolierten Einstellhalle mit Nullgleis. Bevor Maschinen an den Kunden gehen, können die Messsysteme bereits hier sehr exakt und zeitsparend justiert werden. Die I-Träger unter dem Gleis erlauben es, Stopfpickel ohne Schaden abzusenken, sodass die Stopftiefe bereits im Werk reguliert werden kann.

Die neueste Errungenschaft ist die moderne Lackierhalle, die groß genug ist, um gleich eine ganze Maschine zu lackieren. Ein besonderes Highlight stellt hier die moderne
Filteranlage dar. Diese ist schallisoliert und saugt Abgase so ab, dass diese gefiltert unmittelbar nach draußen geführt werden können.

Plasser-Standard und lokale Expertise

Framafer wird mit seinem Werk allen Normen und Standards gerecht. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über Zertifizierungen, beispielsweise für das Schweißen von Schienenfahrzeugen und Fahrzeugteilen (Norm EN 15085-2:2007) oder von der SNCF zur Überholung und Reparatur von Drehgestellen, und befindet sich aktuell auf dem Weg zur ECM-Zertifizierung.

Neben dem State-of-the-Art-Werk sind es auch das über Jahrzehnte gewonnene spezielle Know-how und der Servicegedanke, die Framafer eine Sonderstellung auf dem französischen Markt und in den Maghreb-Staaten verschaffen. Nicht zuletzt die enge Zusammenarbeit mit der Staatsbahn SNCF bezeugt die regionale Expertise des Unternehmens.

Wartungsverträge für SNCF

Framafer sorgt aktuell für 33 Maschinen der SNCF durch Service- und Wartungsverträge. Über die zehnjährige Laufzeit ist eine Maschinenverfügbarkeit von mindestens 92 % vereinbart (mehr dazu auf Instandhaltung wird zur Fixkostenzone).

Die Geschichte von Framafer

beginnt bereits 1960 mit der Gründung des Unternehmens Mecanoplass als französische Vertretung von Plasser & Theurer.

Der Fokus liegt in den Anfangsjahren auf Service und Vertrieb von Plasser-Maschinen in den französischsprachigen Ländern Europas und Afrikas. 1978 erfolgt die Emanzipierung zum Partnerunternehmen sowie die Umbenennung in Framafer (Société Française de Construction de Matériel Ferroviaire). Ausschlaggebend ist der Wunsch der SNCF nach angepassten Lösungen für lokale Ansprüche: ein französisches Unternehmen, das auf die Bedürfnisse des regionalen Marktes sowie die damals entstehenden Hochgeschwindigkeitsstrecken der TGV-Züge zugeschnitten ist.

Framafer wird der Herausforderung gerecht und beginnt mit der Herstellung eigener Technologien. Eine von ihnen: die Multifunktionsmaschine EMV, die speziell für kleine Instandhaltungsarbeiten auf kurzen Streckenabschnitten konzipiert ist.