Top-Reinigungsqualität und Materialmanagement auf allen Streckenklassen

Wir haben zwei weltweit erfolgreiche Maschinentypen weiterentwickelt und ihre Funktionen weiter optimiert. Die RM 85-750 setzt damit neue Standards bei der Bettungsreinigung. Die neue Materialförder- und Siloeinheit MFS 120 bietet neben hohem Fassungsvermögen noch einfacheres Fördern, Speichern und Entladen.

Bettungsreinigung mit einem Höchstmaß an Konstanz – RM 85-750

Bei diesem neuen Maschinentyp wurden die Arbeits- und Antriebsaggregate auf zwei getrennten Fahrzeugteilen angeordnet. Dadurch konnten die Achslasten wesentlich gesenkt werden. Die Maschine ist damit auch für die Streckenklasse C2 zugelassen, wo eine maximale Achslast von 20 t erlaubt ist. In manchen Bereichen muss der gereinigte Schotter ergänzt oder eine zweite Schicht Schotter neben dem gereinigten eingebaut werden. Die in die Maschine integrierte Neuschotterzufuhr macht es möglich, Neuschotter von Standard-MFS-Einheiten (wie MFS 40 oder MFS 100) kontinuierlich zu übernehmen. Die Übergabe von den MFS-Einheiten kann direkt und ohne Zwischenwagen erfolgen.

Standards werden neu definiert

Viele Weiterentwicklungen haben diese Maschinenserie im Lauf der Jahre ständig verbessert und sie fit für neue Aufgaben und neue Regelwerke (UIC, EN, RiL etc.) gemacht. Ein Drehförderband mit einem maximalen Schwenkwinkel von ± 180° dient zur Abraum­entladung. Für die Steuerung der Maschine kommt die Plasser Intelligent Control (P-IC) zum Einsatz. Damit werden die Anforderungen der EN bezüglich Hard- und Software auch in diesem Punkt erfüllt.

So erfolgt zum Beispiel die automatische Steuerung der Aushubkette in Höhe und Richtung über die P-IC, um immer den exakten Planumsschnitt und die Einhaltung der Reinigungstiefe garantieren zu können. Damit ist es möglich, sowohl die Maschine über die P-IC zu führen als auch die aufgezeichneten Daten wie Räumtiefe, Neigungswinkel, Längs- und Querhöhe vor und nach der Reinigung über den elektronischen Messschreiber DRP aufzuzeichnen. Die Bahn erhält damit einen Nachweis über die Qualität der durchgeführten Arbeit.     

Der Standard der Bettungsreinigung weltweit

Die RM 85-750 setzt auf die bewährten Arbeitselemente der RM 80-Serie wie etwa die dreistufige Siebanlage. Diese ist hinsichtlich Siebneigung, Maschenweite und Schwingung optimiert und mit Überkornausscheidung ausgerüstet, wodurch hervorragende Reinigungsergebnisse erzielt werden. 

Die Aushubeinrichtung ist so ausgebildet, dass das komplette Planum in einem Arbeitsgang hergestellt wird. Für einen exakten Planumsschnitt sorgt die quer liegende Kettenführung der Aushubkette. Diese kann genau auf die gewünschte Räumtiefe und Planumsneigung eingestellt werden. Der gesamte Bettungsquerschnitt wird in einem Arbeitsgang gereinigt. Die Arbeitseinsätze der RM 85-750 bestätigten ihre Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit – sie arbeitet mit sehr konstanter Leistung und gleichmäßig unter verschiedenen Bedingungen.

Die gesamte Baustellenlogistik, sowohl die Anlieferung des Neuschotters als auch der Abtransport des Abraums nach der Schotterreinigung, kann im Baugleis erfolgen. So lassen sich die Beeinträchtigungen für den Eisenbahnverkehr und somit auch für die Fahrgäste möglichst gering halten.

Materialmanagement leichter gemacht – MFS 120

Materialförder- und Siloeinheiten tragen zum Gesamterfolg einer Baustelle wesentlich bei. Sie sichern die Materialzufuhr und Verladung von Abraum. Damit kann die Leistung einer Maschine zur Bettungsreinigung oder Planumsverbesserung bestmöglich ausgenutzt und optimal am Laufen gehalten werden.

Der neue MFS 120 bietet optimiertes Fördern, Speichern und Entladen bis 68 m³ und ist kompatibel einsetzbar. Eine neuartige Lagerung des Silos und eine veränderte Anordnung der Drehgestelle sorgen für eine bessere Lastverteilung. Die selbsttragende Konstruktion reduziert das Eigengewicht. Der MFS 120 ermöglicht eine Zuladung von rund 110 t Schottermaterial. Mit seinen vier zweiachsigen Drehgestellen ist er dennoch für alle Streckenklassen – auch für C2 – zugelassen.

Das neue Übergabeförderband ist ein Hauptmerkmal des MFS 120. Bei der Überstellfahrt, beispielsweise zur Entladestelle, wird es eingefahren. Das erspart einen zusätzlichen Schutzwaggon, der nötig wäre, wenn Bauteile über eine Maschine hinausragen. Für die Entladung ist das Übergabeförderband nach beiden Seiten ausschwenkbar.

Zentrale Steuerung einer MFS-Kette

Natürlich kann der MFS 120 auch direkt am Silo über eine Funkfernsteuerung bedient werden. Das ist jedoch nicht mehr notwendig! Mit Hilfe der P-IC kann jede MFS-Einheit automatisch be- und entladen werden. Jede MFS-Einheit ist mit Sensoreinheiten (zur Wahrnehmung der Füllhöhe und des Beladungszustandes) ausgestattet. Das Material wird je nach Einstellung entweder durch das System befördert oder im Silo gespeichert.

Durch die Optimierung der Be- und Entladeautomatik und die Nutzung von Kameras wird die Bedienung weitgehend automatisiert. Eine gesamte MFS-Kette wird auf Wunsch von der Hauptmaschine (z. B. einer Bettungsreinigungsmaschine) aus überwacht. Alle für den Betrieb erforderlichen Parameter werden dazu auf eine zentrale Bedieneinheit übertragen. Damit steigern wir die Ergonomie für den Bediener und bilden die Basis für den ökonomischen Einsatz.