Schallisolierte Split-Head-Technologie

Einsparungspotenziale und Effizienzsteigerungen, die durch den Einsatz von Serienmaschinen möglich sind, werden auch in Japan genutzt. Im Rahmen der iaf 2017 wird die siebente 09-2X/SH aus einer Serie von zehn baugleichen Maschinen an JR Tokai übergeben.

Diese kontinuierliche 2-Schwellen-Stopfmaschine basiert auf der bei der letzten iaf 2013 in Münster ausgestellten 09-2X/SD für das japanische Gleisbauunternehmen NKH, das Instandhaltungsarbeiten auf dem JR Tokai-Gleisnetz durchführt. Sie wurde als Vorbildmaschine für die aktuelle Serie herangezogen, nur bei den Stopfaggregaten wurde eine andere Ausstattungsvariante gewählt. Die zehn neuen Maschinen werden im Zeitraum von 2015 bis 2018 an JR Tokai geliefert.

Split-Head-Lösung für Leitschienengleise

Die JR Tokai (Central Japan Railway Company/JR Central) verbindet Kyoto und Nagoya mit dem Großraum Tokyo. Sie betreibt die einzige Shinkansen-Linie mit einem zu 100 % in Schotter verlegten Gleis. Die Gleise sind in vielen Bereichen zum Schutz vor Entgleisungen (z. B. bei Erdbeben) mit Leitschienen ausgestattet (Spurweite 1.435 mm).

Speziell für Stopfarbeiten auf Leitschienengleisen eignet sich die Split-Head-Ausführung der Stopfaggregate: zwei jeweils längsgeteilte Aggregate – seitenverschiebbar mit zwei Verschieberahmen pro Aggregat. Damit lässt sich der Abstand der Pickelreihen exakt auf die Gleissituation einstellen.

Die 09-2X/SH ist eine der größten Stopfmaschinen auf japanischen Gleisen. Und dies bei der mehr als beachtlichen Zahl von über 600 Stopfmaschinen, die wir bisher nach Japan liefern durften. Der Maschinenrahmen der erfolgreichen, großen, kontinuierlichen 09-3X-Maschine wurde für die geringen zulässigen Achslasten von maximal 14 t adaptiert, um einer komplexen Brückenkalkulation seitens JR Tokai entsprechen zu können. 

In Japan hat der Schallschutz große Bedeutung und die Maßnahmen unterliegen sehr strikten Anforderungen. Die kontinuierlich arbeitende Gleisstopfmaschine 09-2X/SH ist mit seitlichen Schallschutzwänden im Bereich der Stopfaggregate und mit schallisoliertem Motorraum ausgeführt. Gemeinsam mit weiteren schalldämmenden Maßnahmen wird der Arbeitslärm wesentlich reduziert.